14. Oktober 2025 – Mitte-Altgrossrätin Beatrice Isler hat gemeinsam mit einem überparteilichen Komitee aus engagierten Personen aus dem Gundeli die Petition «Internationaler Busbahnhof: Visitenkarte für Basel» lanciert. Die Petition fordert vom Regierungsrat, endlich einen würdigen, funktionalen und sicheren internationalen Busbahnhof zu schaffen, mit angemessenen Warte-, Abfall- und Toilettenanlagen.
Unzumutbares Provisorium
Der sogenannte «Internationale Busbahnhof» an der Meret Oppenheim-Strasse ist seit Jahren ein Provisorium. Ein schmaler Trottoirstreifen, eine kleine digitale Anzeige und eine einzige mobile Toilette prägen das Bild. Täglich nutzen schätzungsweise 250 bis 500 Passagiere diesen Ort – ohne Wetterschutz, ohne barrierefreien Zugang und ohne grundlegende Infrastruktur.
Basel braucht eine Visitenkarte, keine Blamage. Was heute als Busbahnhof dient, ist für Reisende und fürs Gundeli schlicht unzumutbar. Ein moderner, sauberer und sicherer Ort ist längst überfällig.
Jetzt werden an der Meret Oppenheim-Strasse Parkplätze für Busse gebaut und die Sorge ist riesig, dass es wieder eine Art Zwischenlösung sein wird.
Verkehrslogistische Fehlplanung
Neben der fehlenden Infrastruktur macht Isler ein Fragezeichen bei der Verkehrsplanung: «Schon jetzt ist der Anteil der Fernbusse im Verkehr im Quartier erheblich, denn von der Autobahn kommend müssen die Busse durch die Güterstrasse zu fahren, um dann bei der IWB wieder in die Meret Oppenheim-Strasse einzufädeln. Das ist verkehrslogistisch unsinnig und belastet das Quartier zusätzlich.»
Kanton steht in der Verantwortung
In der Schweiz sind die Kantone für Fernbushaltestellen zuständig, auch wenn das Land, auf dem eine Haltestelle liegt, jemand anderem gehört, wie in diesem Fall den SBB. Die Verantwortung, den unhaltbaren Zustand an der Meret-Oppenheim-Strasse endlich zu beheben, liegt somit eindeutig beim Kanton Basel-Stadt. Eine angemessene Warte-, Abfall- und Toilettenanlage darf erwartet werden.
Breite Unterstützung aus dem Quartier
Das überparteiliche Komitee wird von zahlreichen Anwohnern, Quartiervertretungen und lokalen Akteuren sowie von Mitte-Grossrat Bruno Lötscher und von André Giger, Vorstand Die Mitte Sektion Ost, getragen. Gemeinsam fordern sie einen Busbahnhof, der Basels Rolle als internationale Stadt gerecht wird: ein Willkommensort, eine echte Visitenkarte.