Die Mitte fordert Berufsbildungsfonds für Basel-Stadt
12. Dezember 2025 – Mit einer Motion will der Mitte-Grossrat und Unternehmer Franz-Xaver Leonhardt erreichen, dass der Kanton Basel-Stadt einen Berufsbildungsfonds einführt. Ziel ist es, die lokale Berufsbildung finanziell zu stärken und eine faire Lastenverteilung unter den Betrieben sicherzustellen. Unterstützt werden sollen Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden.
Duale Berufsbildung stärken
Die duale Berufsbildung ist ein schweizerisches Erfolgsmodell und ist zentral für den Wirtschaftsstandort Basel-Stadt. Sie sichert den Fachkräftenachwuchs, eröffnet Jugendlichen Perspektiven und stärkt die lokale Wirtschaft. Ausbildungsbetriebe tragen heute den Hauptteil der Kosten, während viele Unternehmen von Fachkräften profitieren, ohne selbst auszubilden.
Unsere duale Berufsbildung ist ein Erfolgsmodell. Aber sie funktioniert nur, wenn alle, die davon profitieren, auch einen Beitrag leisten. Heute tragen die Lehrbetriebe die Hauptlast, während andere sich entziehen können.
Erfolgreiche Beispiele aus anderen Kantonen
Mehrere Kantone haben Berufsbildungsfonds erfolgreich eingeführt. Diese sorgen für stabile Finanzierung, tiefe Verwaltungskosten und breite Akzeptanz. «Andere Kantone zeigen, dass Berufsbildungsfonds pragmatische, faire und effiziente Instrumente sind. Basel-Stadt sollte daher dieses bewährte Instrument einführen.»
Herausforderungen für KMU
Viele kleine und mittlere Unternehmen möchten ausbilden, werden aber durch hohe Kosten und administrativen Aufwand gebremst. Eine faire Lastenverteilung fehlt.
Mit einem Fonds können wir diese Betriebe gezielt entlasten und gleichzeitig jene in die Verantwortung nehmen, die zwar profitieren, aber selbst nicht ausbilden.
Eckpunkte des Fonds
Der vorgeschlagene Berufsbildungsfonds verpflichtet alle Betriebe zu einem solidarischen Beitrag, entlastet Lehrbetriebe automatisch und setzt die Mittel zweckgebunden für die Förderung der Berufsbildung ein. Eine paritätisch besetzte Kommission soll über die Mittelverwendung entscheiden.
Wenn wir unseren Fachkräftenachwuchs langfristig sichern wollen, brauchen wir jetzt eine faire, solidarische und zukunftsgerichtete Lösung. Ein kantonaler Berufsbildungsfonds ist dafür das richtige Instrument.