Unverständlich: Kanton BL sistiert Uni-Standort Dreispitz
2. April 2025 – Den heute bekanntgegebene Entscheid des Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft, den geplanten Uni-Standort Dreispitz nicht weiter zu verfolgen, nimmt Die Mitte Basel-Stadt mit Verwunderung und Unverständnis auf.
Marco Natoli, Vizepräsident der Mitte Basel-Stadt, zeigt sich erstaunt über die Haltung der Regierung: «Es ist unverständlich, dass der Kanton zwar seit Jahren vehement einen Unistandort auf eigenem Boden fordert, das konkrete Projekt auf dem Dreispitz nun aber versenkt.»
Im Jahr 2018 wurde das Dreispitz-Areal in Münchenstein als neuer Standort der Universität Basel ausgewählt – eine Entscheidung, die auch von Seiten der Universität mit klaren positiven Perspektiven für die Studierenden und den regionalen Austausch getroffen wurde. Der Standort wurde als besonders vorteilhaft angesehen, weil er in direkter Nähe zu den Forschungseinrichtungen des Dreiländerecks und der städtischen Infrastruktur liegt, was den Studierenden eine hervorragende Anbindung und mehr Möglichkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit geboten hätte.
Vergebene Chance für die Region
«Der Standort wäre nicht nur eine wertvolle Erweiterung des Universitätscampus, sondern auch ein langfristiger Vorteil für den Bildungsstandort Basel-Landschaft gewesen», so Marco Natoli, Vizepräsident der Mitte Basel-Stadt. «Die Nähe zu den Uni-Standorten im Kanton Basel-Stadt und die Verbesserung der Studienbedingungen hätten für die Studierenden in der gesamten Region neue Möglichkeiten eröffnet.»
Zudem hätte die Erweiterung auf dem Dreispitz die Innovationskraft und die wirtschaftliche Dynamik beider Kantone weiter gestärkt, was eine nachhaltige Entwicklung für die Region ermöglicht hätte. «Die Entscheidung gegen diesen Standort lässt eine vielversprechende Möglichkeit für die gesamte Region ungenutzt», erklärt Marco Natoli.
Interpellation wird eingereicht
Die Mitte Basel-Stadt wird im Grossen Rat eine Interpellation einreichen, um Auskunft zu erhalten über die Gründe für die abrupte Sistierung des Projektes auf dem Dreispitz und die Folgen für die Unipolitik des Kantons Basel-Stadt.
